SANKT MARIA MAGDALENA

 

Archiv - 2009

Katholische Pfarrgemeinde Kamenz/Sa.

 

Auf ein Wort …


Seit dem Jahr 1929 hat die katholische Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena einen Kindergarten. Ein mutiger Entschluss seinerzeit.

Da mussten Leute wahrlich ein Herz für Kinder haben, ihnen in unsicheren Zeiten einen Ort zu schaffen, wo sie spielen und die Gemeinschaft des Glaubens erfahren konnten.

Es gelang. Im Herzen der Gemeinde lebten sie mit, Jung und Alt, räumlich nahe beieinander. Kindergarten und Altersheim gehörten zusammen.

Hier unten, im Stadtteil Spittel, hatte die Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena sich ein Biotop des Glaubens geschaffen. Im Schatten des Kirchturms sozusagen entfaltete diese kleine eigene Lebenswelt ihre Wirkung und Wechselwirkung. Am Segen, der davon ausging, haben viele teilgehabt.


Die Jahre gingen ins Land. Generationen nachwachsender Gemeindeglieder taten hier die Schritte ins Leben. Die einen kamen. Die anderen gingen.

Zeiten und Umstände samt den daraus sich ergebenden Anforderungen haben sich geändert.


Ein übernommenes Erbe verpflichtet.

Was mit gläubigem Mut begonnen wurde, will verantwortlich weitergeführt werden. Vor allem muss es zukunftsfest gemacht werden. Zukunftssicherheit erwächst heute vor allem aus kompetenter Betriebsführung.

Nachdem die Pfarrgemeinde aus diesen Gründen mit dem Beginn des Jahres 2006 ihr Altersheim in die Trägerschaft der Caritas überführt hatte, empfahl das Bistum uns nun einen ähnlichen Schritt für das Kinderhaus St. Bernhard.

Diese kleine bunte Republik des Glaubens im Stadtteil Spittel soll in ökonomisch und wirtschaftlich veränderten Zeiten von kompetenter Hand geleitet werden. Auch kommende Generationen von Christen sollen hier ein Biotop des Glaubens vorfinden.

Nach reiflicher Überlegung hat der Kirchenrat von St. Maria Magdalena den Beschluss gefasst, das Kinderhaus St. Bernhard in die Trägerschaft der Caritas zu übergeben. Als weiterführender Schritt soll der Wechsel sichern helfen, was 1929 begonnen wurde.

Zu Beginn des neuen Jahres ist der Beschluss wirksam geworden. Mit Wirkung zum 01.01.2009 übernahm der Ortscaritasverband Oberlausitz e.V. die Trägerschaft des Kinderhauses.


Ein übernommenes Erbe verpflichtet. Eben wurde das ungewöhnliche Stichwort von der „kleinen bunten Republik des Glaubens“ eingeführt. Die Gremien, welche die Pfarrgemeinde vertreten, setzen zurzeit alle ihre Kräfte dafür ein, dass der räumliche Zusammenhang von Pfarrhaus, Kirche, Altersheim und Kinderhaus erhalten bleibt.

Was uns wertvoll ist, wird nicht von allen Beteiligten so gesehen. Wir hoffen, bestehende Widerstände überwinden zu können. Deshalb wird noch einiger Einsatz und auch Geduld erforderlich sein. Der geplante Neubau des Kinderhauses jedenfalls soll nach Möglichkeit hier unten im Grundstück hinter dem Elisabethsaal errichtet werden.

Das ist unser Wunsch. Wir werden ihn uns auch etwas kosten lassen.


Abschließend lade ich Sie zu einer vertieften Wahrnehmung ein: Schauen Sie sich doch beim nächsten Kirchbesuch das räumliche Ensemble von Pfarrhaus, Kirche, Altersheim und Kinderhaus einmal unter dem Blickwinkel „kleine bunte Republik“ an! Manche Dinge hat man einfach so noch nicht gesehen.


Michael Kleiner

Ihr Pfarrer

Unsere Kinder im Blick …


Wer Zukunft haben will, muss sich um Kinder kümmern.

Das gilt auch für eine Pfarrgemeinde.

Die Einführung der Ganztagsschule in Kamenz hat erhebliche Auswirkungen auf die Kinderarbeit in St. Maria Magdalena gehabt. Die Kinder haben am Nachmittag einfach keine Zeit mehr. Deswegen hat die langjährig von Frau Lukasch geführte Kindergruppe still und leise ihr Ableben hinnehmen müssen. Erst war es die Mädchenstunde. Dann wurde sie für Jungen geöffnet und hieß „Wirbelwind“. Nun ist sie in einem unmerklichen Prozess des Ausblutens eines natürlichen Todes gestorben.

Im Herzen der eben ausgerufenen „Kleinen Bunten Republik St. Maria Magdalena“ als Pastoralzentrum unserer weit ausgedehnten Pfarrei muss das pulsierende Leben der Kinderpastoral spürbar bleiben. Hat eine bestimmte Form der Kinderseelsorge sich erschöpft, dann muss eine neue gefunden werden. Scheiden die Nachmittage der Woche als Zeitressource aus, dann muss versucht werden, den arbeitsfreien Samstag als Möglichkeit zu erschließen, unsere Kinder in froher Gemeinschaft des Glaubens zusammenzuführen.

Die guten Erfahrungen mit der Religiösen Kinderwoche (RKW) sollen aufgegriffen und im Miniformat über die Monate des Jahres verteilt werden. Wir greifen für den Bereich der Pfarrei Kamenz eine seit längerem bestehende gute Empfehlung des Bistums auf und beginnen in einem gleitenden Prozess die Religiösen Kindersamstage (RKS) einzurichten.

Das Modell der RKS besteht in etwa darin, dass wir uns je nach Möglichkeit ein Mal monatlich am Samstag vor dem Kindergottesdienst (2. Sonntag im Monat 10.00 Uhr) von 9.30 bis 12.00 Uhr in der Pfarrei zu einem kreativen katechetischen Vormittag treffen. Der organisatorische Aufwand lässt sich begrenzen, wenn Frühstück und Mittagessen nicht in der Pfarrei gereicht werden. Ein kleiner Imbiss sorgt für die nötige Stärkung im Lauf des Vormittags.

Je nach Kirchenjahreszeit wenden wir uns verschiedenen Glaubensinhalten zu, die wir durch Gestaltungsarbeit aneignen und vertiefen.


Wer Zukunft haben will, muss sich um Kinder kümmern.

In der territorial ausgedehnten Pfarrei Kamenz müssen wir uns etwas einfallen lassen, die weit verstreut wohnenden Kinder zusammenzuführen. Unser Ziel muss es sein, Kamenz als pastorales Zentrum ins Bewusstsein der gesamten Gemeinde zu bringen. Die Beheimatung unserer Kinder wird dafür ein entscheidendes Lebenselement sein. Jeder Transportkilometer, der für die Zusammenführung unserer Kinder aufgewendet wird, ist eine höchst sinnvolle Investition in die Zukunft der Pfarrgemeinde. Wenn Sie ein Herz für Kinder und für die Pfarrei haben, bitte ich Sie nach Ihren Möglichkeiten um Ihre Unterstützung.


Nach diesen einführenden Worten machen wir Nägel mit Köpfen. Ich stelle Ihnen das Programm der RKS, das gleitend bereits begonnen hat, vor:

Monat Januar:

Sternsingen im Krankenhaus (06.01.09) und im Rathaus (08.01.09)

Monat Februar:

Fasching mit Frau Lukasch in der Bjesada Nebelschütz

Monat März:

Samstag, 14.03.09 um 9.30 Uhr Pfarrei 

Thema „Laetare“

Monat April:

Wegen der intensiven Mitfeier der Karwoche kein eigener RKS

Palmsonntag, 05.04.09 um 9.00 Palmweihe, Palmprozession und Kinderverkündigung

Karfreitag, 10.04.09 um 10.00 Uhr Kinderkreuzweg im Elisabethsaal

Ostermontag, 13.04.09 um 10.00 Uhr Kindergottesdienst mit Osterüberraschung

Monat Mai:

Samstag, 09.05.09 um 9.30 bis 12.00

Thema aus dem Bereich „Maria, Mutter des Herrn und Muttertag“

Monat Juni:

Samstag, 20.06.09 Ökumenisches Gemeindefest statt RKS mit einem eigenen Programm für Kinder; Gestaltung durch Jung und Alt der beiden christlichen Gemeinden

Monat Juli:

Religiöse Kinderwoche „Um Himmels willen   Dein Reich komme“

Montag. 29.06. bis Freitag, 03.07.09

Monat  August:

Ausklang der Sommerferien und Start in das Pastoraljahr



Michael Kleiner

Ihr Pfarrer