SANKT MARIA MAGDALENA

 

Archiv - 2009

Katholische Pfarrgemeinde Kamenz/Sa.

 

Unsere Kinder im Blick …


Wer Zukunft haben will, muss sich um Kinder kümmern.

Das gilt auch für eine Pfarrgemeinde.

Die Einführung der Ganztagsschule in Kamenz hat erhebliche Auswirkungen auf die Kinderarbeit in St. Maria Magdalena gehabt. Die Kinder haben am Nachmittag einfach keine Zeit mehr. Deswegen hat die langjährig von Frau Lukasch geführte Kindergruppe still und leise ihr Ableben hinnehmen müssen. Erst war es die Mädchenstunde. Dann wurde sie für Jungen geöffnet und hieß „Wirbelwind“. Nun ist sie in einem unmerklichen Prozess des Ausblutens eines natürlichen Todes gestorben.

Im Herzen der eben ausgerufenen „Kleinen Bunten Republik St. Maria Magdalena“ als Pastoralzentrum unserer weit ausgedehnten Pfarrei muss das pulsierende Leben der Kinderpastoral spürbar bleiben. Hat eine bestimmte Form der Kinderseelsorge sich erschöpft, dann muss eine neue gefunden werden. Scheiden die Nachmittage der Woche als Zeitressource aus, dann muss versucht werden, den arbeitsfreien Samstag als Möglichkeit zu erschließen, unsere Kinder in froher Gemeinschaft des Glaubens zusammenzuführen.

Die guten Erfahrungen mit der Religiösen Kinderwoche (RKW) sollen aufgegriffen und im Miniformat über die Monate des Jahres verteilt werden. Wir greifen für den Bereich der Pfarrei Kamenz eine seit längerem bestehende gute Empfehlung des Bistums auf und beginnen in einem gleitenden Prozess die Religiösen Kindersamstage (RKS) einzurichten.

Das Modell der RKS besteht in etwa darin, dass wir uns je nach Möglichkeit ein Mal monatlich am Samstag vor dem Kindergottesdienst (2. Sonntag im Monat 10.00 Uhr) von 9.30 bis 12.00 Uhr in der Pfarrei zu einem kreativen katechetischen Vormittag treffen. Der organisatorische Aufwand lässt sich begrenzen, wenn Frühstück und Mittagessen nicht in der Pfarrei gereicht werden. Ein kleiner Imbiss sorgt für die nötige Stärkung im Lauf des Vormittags.

Je nach Kirchenjahreszeit wenden wir uns verschiedenen Glaubensinhalten zu, die wir durch Gestaltungsarbeit aneignen und vertiefen.


Wer Zukunft haben will, muss sich um Kinder kümmern.

In der territorial ausgedehnten Pfarrei Kamenz müssen wir uns etwas einfallen lassen, die weit verstreut wohnenden Kinder zusammenzuführen. Unser Ziel muss es sein, Kamenz als pastorales Zentrum ins Bewusstsein der gesamten Gemeinde zu bringen. Die Beheimatung unserer Kinder wird dafür ein entscheidendes Lebenselement sein. Jeder Transportkilometer, der für die Zusammenführung unserer Kinder aufgewendet wird, ist eine höchst sinnvolle Investition in die Zukunft der Pfarrgemeinde. Wenn Sie ein Herz für Kinder und für die Pfarrei haben, bitte ich Sie nach Ihren Möglichkeiten um Ihre Unterstützung.


Nach diesen einführenden Worten machen wir Nägel mit Köpfen. Ich stelle Ihnen das Programm der RKS, das gleitend bereits begonnen hat, vor:

Monat Januar:

Sternsingen im Krankenhaus (06.01.09) und im Rathaus (08.01.09)

Monat Februar:

Fasching mit Frau Lukasch in der Bjesada Nebelschütz

Monat März:

Samstag, 14.03.09 um 9.30 Uhr Pfarrei 

Thema „Laetare“

Monat April:

Wegen der intensiven Mitfeier der Karwoche kein eigener RKS

Palmsonntag, 05.04.09 um 9.00 Palmweihe, Palmprozession und Kinderverkündigung

Karfreitag, 10.04.09 um 10.00 Uhr Kinderkreuzweg im Elisabethsaal

Ostermontag, 13.04.09 um 10.00 Uhr Kindergottesdienst mit Osterüberraschung

Monat Mai:

Samstag, 09.05.09 um 9.30 bis 12.00

Thema aus dem Bereich „Maria, Mutter des Herrn und Muttertag“

Monat Juni:

Samstag, 20.06.09 Ökumenisches Gemeindefest statt RKS mit einem eigenen Programm für Kinder; Gestaltung durch Jung und Alt der beiden christlichen Gemeinden

Monat Juli:

Religiöse Kinderwoche „Um Himmels willen   Dein Reich komme“

Montag. 29.06. bis Freitag, 03.07.09

Monat  August:

Ausklang der Sommerferien und Start in das Pastoraljahr



Michael Kleiner

Ihr Pfarrer

 

Benennung des Weges zwischen der Pfarrkirche St. Maria Magdalena und

dem Pfarrhaus nach Dr. Bernhard Wensch



Am 13. Oktober 2008 hatten sich um 14.45 Uhr Vertreter des Rates der Stadt Kamenz und zahlreiche Gemeindeglieder vor der Eingangspforte zum Kirchgelände

der Pfarrei St. Maria Magdalena versammelt. Im Rahmen einer eindrücklichen Gedenkfeier verlegte der Kölner Künstler Kurt Demnig den Stolperstein für den katholischen Märtyrerpriester Dr. Bernhard Wensch. Mir als Mitwirkendem und Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena war es möglich, nach den Gedenkworten, welche Jugendliche unserer Pfarrei gesprochen hatten, abschließend noch einmal das Wort zu ergreifen.


Weiterführend von diesem denkwürdigen Anlass wendete ich mich damals an Bürgermeister Roland Dantz und alle zu dieser Feier Versammelten.

„Im Zusammenhang dieser Feier möchte ich ein Anliegen an die Stadt Kamenz und ihre Verantwortlichen artikulieren: Eine Stadt hat die Möglichkeit, Bürger, die sich um ihren Ort verdient gemacht haben, durch die Vergabe eines Straßennamens, der den Namen dieses Bürgers trägt, zu ehren. Lebensleistung und Verdienst können so lebendig in Erinnerung gebracht werden. Es gibt in Kamenz bereits eine Adolf-Grünberger-Straße.


Ich bitte im Namen der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena die Verantwortlichen

der Stadt das Prüfungsverfahren einzuleiten, ob es möglich wäre, diesen bisher

noch namenlosen Weg, auf dem der Stolperstein verlegt worden ist, als Dr.-

Bernhard-Wensch-Weg zu benennen.

So könnten beide Opfer des Nationalsozialismus in gleicher Weise im Gedenken der Stadt Kamenz ihren Ort finden.“

Die Bitte vom 13. Oktober verhallte nicht ungehört. Das vorgetragene Ersuchen

nahm seinen Weg durch die Instanzen und wurde zu unserer Freude positiv entschieden.


Am Donnerstag, den 30. April 2009 wurde unser Wunsch Wirklichkeit. Das bisher

namenlose Wegstück, welches Talstraße und Bernhardweg miteinander verbindet,

erhielt offiziell den Straßennamen „Dr.-Bernhard-Wensch-Weg.“ Die Enthüllung des Straßenschildes lässt einen Wunsch, der uns am Herzen lag, in Erfüllung gehen.

Ich freue mich mit Ihnen, dass dieser verdiente Priester unserer Pfarrgemeinde

nun durch die Benennung eines Weges mit seinem Namen im ehrenden öffentlichen Gedenken der Stadt Kamenz seinen bleibenden Platz gefunden hat.



Michael Kleiner

Ihr Pfarrer